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Von der Liebe, von Corona und von vielem anderen

 Die Liebe in den Zeiten der Cholera Das war ein Buch von Gabriel Garcia Marquez. Der mit den 100 Jahre Einsamkeit. Das muss Anfang oder Mitte der Achtziger gewesen sein. Die 100 Jahre. Die Cholera kam später. Ich weiß es nicht mehr so genau, weil die Bücher von Gabriel Garcia Marquez immer wahnsinnig gut geschrieben waren, aber irgendwie war man doch auch froh, wenn man es geschafft hatte, bis zum Ende vorzudringen. So auch mit der Liebe in den Zeiten der Cholera. Irgendwas mit Hängematten und Siesta und alten Generälen und jungen Prostituierten. Glaub ich. Ein brillantes Buch (soviel weiß ich noch) und später gab es einen Film. Und ganz bestimmt mit Penélope Cruz und Jeremy Irons. Oder verwechselte ich auch das? Was die Liebe mit Corona zu tun haben soll, das weiß auch keiner. Weil, für Liebe, da braucht man doch Nähe. Dachte ich immer. Damit man sich ver-lieben kann. Oder wenn schon nicht die Nähe, dann aber doch das Versprechen von Nähe. Irgendwann mal. Später.  ...

Lese-und Hörentdeckung: "Achtsam morden" von Karsten Dusse

Bei einem Treffen neulich in Potsdam erzählte eine Freundin begeistert bei einem spirituellen Gruppentreffen in der Mittagspause von einem Buch, in dem es um "Achtsamkeit", aber auch um  "Mord" gehe - aber auf eine unglaublich witzige und zugleich intelligente Art und Weise. Schon da neugierig geworden, bin ich durch eine Besprechung im Internet zufällig genau wieder auf dieses Buch gestoßen: "Achtsam morden" von Karsten Dusse, im Heyne Verlag erschienen. In diesem Buch geht es um den Anwalt für Strafrecht Björn Diemel, welcher nach dem Besuch eines Achtsamkeits-Seminars dessen lebensverändernde Auswirkungen auf seine kriselnde Ehe, die Beziehung zu seiner kleinen Tochter Emily sowie vor allem gegenüber seinem kriminellen Mandanten Dragan herausfindet. Natürlich alles mit Achtsamkeit! Zugegeben habe ich das Buch nicht gelesen, sondern mir erst einmal in der Hörbuchversion - gelesen von Matthias Matschke - zu Gemüte geführt. Ich musste dabei oft schmunze...

"Eure Alten werden Träume träumen und eure jungen Leute Visionen haben" (Joel 3,1)

Auch wenn Altkanzler Helmut Schmidt seinerzeit den Leuten mit Visionen riet, eine Arztpraxis aufzusuchen, will ich in diesem Moment genau das: eine Vision. Welche Chancen birgt die Covid Pandemie für uns alle in den unterschiedlichsten Feldern: privat, familiär, beruflich, politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, religiös, kulturell, intellektuell, ... ? Ich habe keine große Lust, mir ständig in den Nachrichten optimistische Einschätzungen wie "Die Krise ist bald vorbei. Die Infektionsrate ist am Sinken." oder deren Gegenteil anzuhören: "Der Höhepunkt kommt in ca. 14 Tagen,...". Vor allem emotional finde ich dieses Schwanken zwischen zwei Extremen schwierig. Da kann ich nichts machen - nur reagieren. Aber besonders jetzt in einer Situation, in der wir alle sowieso stark eingeschränkt und gefühlt hilflos sind, will ich auch agieren, selbst aktiv sein. Und da frage ich mich: Welche Chancen liegen jetzt greifbar nah? Was sehen wir bzw. sehe ich nicht? Der britisc...

Der Herr ist nahe, allen, die ihn suchen.

Das ist so ein Psalmton, der wie ein Ohrwurm im Kopf herum schwirrt. Mit dieser Zeile habe ich mich letzte Woche für eine gute Dreiviertelstunde in St. Canisius gesetzt. https://sanktcanisius.de   Die Kirche hat werktags von 18 bis 20 Uhr offen, in »stiller Anbetung«, wie sie es nennen, eine Monstranz mit einer Hostie steht auf dem Altar, die Bankreihen sind, dem Abstand von 1,5 m entsprechend, gekennzeichnet, so dass der Mindestabstand zu anderen gewahrt bleibt. Natürlich muss man nicht zum Beten in einer Kirche sitzen, das geht auch zu Hause am Küchentisch und um eine spirituelle Umgebung zu schaffen, reicht ja auch schon eine Kerze. Aber in der Kirche war das nochmal anders, da waren alle anderen Reize meiner häuslichen Umgebung ausgeschaltet und dann war die Präsenz viel mehr zu spüren, weil ich mich einfach darauf eingelassen habe. Es ist ungefähr so hart, wie eine Dreiviertelstunde ZEN (nur dass einem die Beine nicht so schnell einschlafen). Hart, weil es für jemand Ungeübt...

Jep. Ein Blog. Liebe in Zeiten von Corona?

Liebe in Zeiten von Corona? Angelehnt an den Titel "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" ist der Blogtitel natürlich provokant - und doch ist er es zugleich nicht, denn er nimmt auf was seit Erdengedenken uns Mitleben entscheidend prägt: Liebe. In den größten Krisen gibt das was wir Liebe nennen uns Hoffnung auf ein gutes Leben. Wenn dieser Blog etwas dazu beitragen mehr Liebe in dieser Welt wahrzunehmen - ist sein Auftrag geglückt. Da mehrere AutorInnen hier schreiben werden ist das was wir Liebe nennen natürlich verschiedenen Interpretationen unterworfen - und dem einen scheint der Liebesbezug in einem Post etwas weiter weg als dem anderen - und wie überall im Netz ist dieser Blog ein Mini-Mini-Mini-Ausschnitt menschlichen Denkens und Fühlens und beansprucht keine Vollständigkeit in der inhaltlichen Darstellung der beschriebenen Themen. Auf geht's! Für diesen Blog sind verschiedene Domains reserviert: liebe-in-zeiten-von-corona.de liebeinzeitenvoncorona.de ...